Wie die Mutter, so die Tochter

Pauls Scheidung liegt schon einige Zeit zurück. Rückblickend meint er, der Männerservice habe ihm „extrem geholfen“ in dieser schweren Zeit. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass mit dem Abschluss der Scheidung die Sorgen für Paul nicht enden würden: Seine Tochter Lara hat sich nämlich voll auf die Seite ihrer Mutter geschlagen. Paul, der für seine Familie viel gearbeitet und so überhaupt nicht mitbekommen hatte, wie seine Frau seine Tochter gegen ihn aufbringt, kann zu ihr keinen vernünftigen Kontakt mehr aufbauen.

Nun ist Lara eine erwachsende Frau. Doch gearbeitet hat sie praktisch nie. Sie hat offenbar gar nicht vor, berufstätig zu sein, schließlich hat sie ja ein Einkommen: Sie kann ihren Vater auf Unterhalt klagen, ständig und immer wieder!

Paul erkennt verbittert: Besonders dann, wenn er versucht, Kontakt zu Lara aufzubauen, mit ihr zu sprechen, sie zum Essen einzuladen, folgt kurz danach die nächste Unterhaltsforderung seiner Tochter. Eine Unterhaltsklage als Dank für das Abendessen – so wird dieser Vater von seiner Tochter behandelt.

Paul will, dass Lara selbst für sich zu sorgen beginnt. Er will es nun darauf ankommen lassen, dass Lara ihn auf Unterhalt klagt, weil sie ja selbsterhaltungsfähig wäre. Doch Lara könnte sich das Risiko, vor Gericht zu verlieren, leisten, im Gegensatz zu Paul, denn Lara erhält „Verfahrenshilfe“. Der Staat Österreich bezahlt ihr alle Gerichts- und Anwaltskosten. Warum? Weil sie nicht arbeitet, eben darum! Paul hingegen würde durch die Gerichtskosten ruiniert, sollte er verlieren.

Durch das nie endende Unterhaltsrecht und die einseitige Verfahrenshilfe wird ein völliges Ungleichgewicht geschaffen. Ein Vater wie Paul wagt es kaum, sein Recht zu fordern, weil nur er allein das Prozessrisiko trägt.

Lara hingegen stehen alle Türen offen, dem „Vorbild“ ihrer Mutter zu folgen. Heute lässt sie ihren Vater für ihren Lebensunterhalt bezahlen, und wer weiß, vielleicht wird sie bald selbst Mutter.

Dann würde es den Männerservice nicht wundern, wenn er wieder von Lara hört: Dann, wenn der Vater ihrer Kinder, der Enkel, welche Paul einmal bekommen könnte, Hilfe sucht, weil Lara ihre Kinder gegen ihn aufhetzt. Kinder, welche von einer Trennungsmutter vereinnahmt und gegen den Vater aufgewiegelt sind, werden von ihrem Schicksal oft wieder eingeholt. Männer geraten sehr oft an eine Partnerin, welche ihrer Mutter ähnelt, und Frauen wiederholen vielfach das Verhalten ihrer Mutter.

Auf diese Weise wird der Schaden für Kinder, Väter und väterliche Verwandte niemals enden. Nur durch ein neues Selbstverständnis in Politik, Justiz und Gesellschaft kann der Kreislauf durchbrochen werden: Ein Selbstverständnis, das respektvollen und menschenwürdigen Umgang mit allen Elternteilen voraussetzt.

Männerservice-Report #56, veröffentlicht am 18. Juli 2017

Betroffene
Vater: Paul Schauburger*

In der Verantwortung
Ingrid*, Pauls Exfrau
Lara*, Pauls Tochter, um die 20 Jahre

Ort und Zeitraum:
Vorarlberg, Mai 2017

Achtung, Rentenklau! Lesen Sie, wie Politiker diesen Betroffenen mit einer zusätzlichen Ungerechtigkeit bis ins Grab belasten wollen: http://www.maennerservice.at/pensionssplitting/

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