Kindesentfremdung hat kein Geschlecht.

Die Verweigerung des Kontakts zum eigenen Kind greift in ungeahnten Dimensionen um sich. Die Männerservice-Reports zeigen die Flut der Fälle schonungslos auf. Durch die familienrechtliche Schieflage zählen fast nur Väter zu den Betroffenen, so dass es scheinen mag, als ob diese seelische Gewalt, Elternentfremdung und Kontakterschwernis, eine weibliche Eigenschaft zu sein scheint.

Doch so meint es der Männerservice nicht, und zu Recht meldet sich jetzt Christina Töpfer zu Wort. Sie hat schon 2012 dem Männerservice ihre Entfremdung von ihrem eigenen Enkelkind und die Entfremdung ihrer eigenen Tochter von deren Kind geschildert. In diesem Fall betreibt der Vater des Kindes die Entfremdung und Hetze gegen die mütterliche Seite und nützt sogar die Einschränkung des Kindes aus.

Es sind nicht immer die Mütter, hier gibt der Männerservice Christina recht. Es geht nicht darum, Vorurteile gegen Mütter oder Väter zu wecken.

Das Unrecht im Familienrecht entsteht durch die völlig ungleiche Verteilung der Rechte und Pflichten. Wer die Obsorge hat, bestimmt über Wohl und Wehe des Kindes und indirekt über einen wichtigen Teil des Lebens des anderen Elternteils, nämlich über die Beziehung des getrennt lebenden Elternteiles zum eigenen Kind.

In politischem Neusprech wurden die Rechte der Obsorge jetzt eben in den „gewöhnlichen Aufenthaltsort“ verpackt, damit die Gemeinsame Obsorge zwar billig zu haben, jedoch nichts mehr wert ist, an der Sachlage ändert sich nichts: Ein Elternteil erhält die Macht über andere, und viele Menschen können mit Macht nicht umgehen.

So eskaliert die Lage für viele Eltern und Kinder, nicht, weil Mütter oder Väter von vorneherein schlecht sind, sondern weil jeder in dieser rechtlichen Schieflage ganz oben stehen will, statt nach unten zu fallen. Unser Familienrecht trägt die Verantwortung für das viele Leid und die zahllosen Streitigkeiten, da kann es die Leute noch so oft in Mediationen schicken.

Selbstverständlich entbindet das den Vater von Christines Enkel nicht von der Verantwortung. Er lädt dieselbe Schuld auf sich, welche sonst viele Mütter auf sich laden, indem er seelische Gewalt und Grausamkeit verübt.

Link zum Beitrag: http://www.maennerservice.at/kindesentfremdung-hat-kein-geschlecht/

Männerservice-Report #33, veröffentlicht am 7. Februar 2017

Betroffene
Großeltern: Christina und Egon Töpfer*
Mutter: Isolde Töpfer*
Kind: Albert*, mittlerweile 26 Jahre alt

In der Verantwortung
Vater des Kindes
österreichisches Familienrecht

Ort und Zeitraum:
Bezirk Bregenz, seit 8 Jahren

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