Einschüchtern zwecklos, sehr geehrte Jugendwohlfahrt!

Schon vor einem halben Jahr konnte der Männerservice Michael Hollerstrauch helfen. Als damals die Jugendwohlfahrt eine zusätzliche, einmalige Unterhaltszahlung von 8000 Euro forderte, wussten wir schon, dass er sich durch unsere Tipps sehr viel Geld sparen kann. Um 6800 Euro hatte er schließlich tatsächlich weniger zu bezahlen, oder sagen wir: Um diese Summe ist es ihm möglicherweise erspart geblieben, sich zu verschulden.

Daher meldet sich Michael sofort beim Männerservice, als ihm Marie-Claire Grasnagel schon wieder das Messer ansetzt: Ab Juni soll er gesamt 1028 Euro monatlich für seine kleinen Söhne bezahlen, statt bisher 600 Euro!

Der Männerservice sieht solche horrenden Beträge nicht ein. Während in fortschrittlichen Ländern wie Dänemark Väter pro Kind 125 Euro zu bezahlen haben, wird in Österreich so getan, als ob die Kinder verhungerten, wenn der Vater keine Beträge bezahlt, welche ihn selbst in die Armut treiben können.

Dabei vergessen Menschen wie die Unterhaltspresser so mancher Jugendwohlfahrt, welche uns gerne erklären, wie arm die Kinder wären, wenn jemand wie Michael nicht bis auf das letzte Hemd ausgezogen wird, wie viel Geld eine Mutter bereits ohne den horrenden Unterhalt bekommt:

Für die kleinen Kinder erhält die Mutter von Michaels Kindern monatlich 369,80 Euro Familienbeihilfe und 55,80 Euro Allerzieherabsetzbetrag. Mit Michaels neuem Unterhalt hätte sie 1453,60 Euro am Monatsersten zur Verfügung – Geld, das nur für die Kinder gedacht ist! Wenn wir alle Gelder betrachten, sind solche Unterhaltsforderungen einfach unverschämt. Dabei verdient Michael nicht einmal gut. Ihm selbst würden in normalen Monaten weniger als 1000 Euro bleiben.

Er würde keine oder kaum Wohnbeihilfe bekommen, Mindestsicherung schon gar nicht. Die Mutter seiner Kinder hingegen hätte hohen Anspruch auf Wohnbeihilfe, falls sie mit den Kindern alleine lebt. Wenn sie andererseits einen neuen Partner hat, wird dieser sie mit seinem Einkommen von Wohn- und Lebenshaltungskosten entlasten, und so würde es sich für die Alleinerziehende finanziell geradezu lohnen, die Kinder vom Vater zu trennen: Wenn ihr neuer Partner Durchschnittsverdiener ist, hätte der Haushalt aufgrund von Michaels Kindesunterhalt ein Einkommen von gesamt über 3200 Euro monatlich, ohne dass die Alleinerziehende eine Stunde selbst berufstätig ist! – während der Vater der Kinder, Michael, an der Armutsgrenze leben soll.

Michael fühlt sich von Marie-Claire Grasnagel unter Druck gesetzt. Er leidet sehr darunter, wie achtlos sie mit seinen Bedürfnissen und seiner finanziellen Existenz umgeht. Er frägt sogar, ob er sie klagen könne, weil sie ihn so sehr belastet – natürlich nicht, wissen wir: Diese Angestellte macht nämlich leider brav, was ihre Vorgesetzten von ihr wollen, bis in die oberste politische Ebene.

Deshalb sendet der Männerservice eine Beschwerde an alle in Grasnagels Vorgesetztenkette, welche so eine Vorgehensweise verantworten, bis zum Landeshauptmann hinauf.

Michael hingegen kann bezüglich Frau Grasnagel beruhigt sein. Mittlerweile weiß er, er kann sich auf unsere Aussage verlassen: Diese Jugendwohlfahrt hat sich als Verhandlungspartner disqualifiziert und unser Vertrauen verspielt. Er kann sie jetzt einfach abweisen, egal, wie sehr sie droht.

Irgendwann wird sie eben ihre Drohungen wahr machen und eine Unterhaltsklage bei Gericht gegen Michael einbringen. Damit wird Michael zu wesentlich weniger Unterhalt verurteilt werden, als die Jugendwohlfahrt so unverfroren verlangt hat, und die Gerichtskosten werden vergleichsweise so ein Schnäppchen sein, dass er dem Gericht ein Trinkgeld lassen könnte.

Link zum früheren Report über Michael Hollerstrauch: http://www.maennerservice.at/das-ist-kein-unterhalt_das-ist-bereicherung/

Männerservice-Report #57, veröffentlicht am 25. Juli 2017

Betroffene
Vater: Michael Hollerstrauch*
Kinder: Zwillinge, 2 Jahre

In der Verantwortung
Mutter des Kindes
Marie-Claire Grasnagel*, oberösterreichische Jugendwohlfahrt (Kinder- und Jugendhilfe)

Ort und Zeitraum:
Oberösterreich, Mai 2017

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