Danke für die Klage!

Die Schulden sind mehr und mehr geworden, in Alberts Ehe mit Sabrina. Was Albert blieb von der gescheiterten Ehe, ist ein Schuldenberg, der ihn in den Privatkonkurs getrieben hat, der durch die Unterhaltsbelastung für seine Kinder noch drückender ist.

Sabrina, die mit einem neuen Partner lebt und ein weiteres Kind bekommen hat, kann sich weitaus mehr leisten als Andreas. Schon die teuren Mobilgeräte, die sie den Kindern schenkt, wohl von seinem hart erarbeiteten Geld, zeigen es: Was sich der Vater selbst nicht leisten kann, schenkt die Mutter den Kindern, von Alberts Geld bezahlt, mit großzügiger Gestik.

Albert schätzt Sabrinas Haushaltseinkommen glaubwürdig auf 5000 Euro monatlich. Sie könnte ruhig von weiteren Unterhaltsklagen absehen.

Und doch, es geht schon wieder los, aus einem Anlass, der an sich nichts mit Unterhalt zu tun hätte: Vor kurzem hat Sabrinas Bruder eine schwere Straftat begangen, welche durch alle Medien ging. Der schockierte Albert hatte sich bei Sabrina erkundig, ob dieser Gewalttäter wirklich sein Ex-Schwager sei, und tatsächlich: Der Täter kam aus der Familie der Frau, eine Familie, die er immer mehr als in gewissem Milieu stehend kennengelernt hat. Das hatte Albert daraufhin Sabrina auch gesagt, und damit hatte er sich wohl ihren Zorn zugezogen. Triumphierend entgegnete sie dem Vater ihrer Kinder nämlich mit einer Ankündigung: Sie werde wieder eine Unterhaltserhöhung einklagen, als Retourkutsche! Eine Unterhaltsklage wie zur Strafe, als Machtmittel. Österreich macht es möglich.

Für die Rache einer Frau sind unsere Behörden gerne zu haben. Unsere Freunde aus der Unterhaltsabteilung der Jugendwohlfahrt kreuzen zügig auf und stellen Forderungen, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Nun braucht Albert Hilfe. Er ruft den Männerservice.

Schnell stellt sich heraus, dass die Forderungen überzogen sind, und wir dürfen Albert mit einer gewaltigen Ersparnis überraschen. Wer so hohe Fahrtkosten zu seiner Arbeit, mit der er den Unterhalt für andere verdient, zu leisten hat, darf diese Fahrtkosten von der Unterhaltsbemessung abziehen. Eine erste Abschätzung bringt Albert eine Einsparung von über 300 Euro pro Monat. Er, der noch lange durch sehr hohe Schulden belastet ist, kann dieses Geld bitter nötig brauchen.

Möglicherweise wird Sabrina ihre Unterhaltsklage also bereuen, und Albert kann sich dafür bedanken.

Ein anderer Umstand sollte Alberts Unterhalt ebenfalls mindern: Seine 16-jährige Tochter hat eine vor kurzem begonnene Lehre abgebrochen. Albert vermutet, dass Mutter Sabrina hinter diesem Abbruch der Ausbildung steht. Zum einen nutzt sie nämlich die Tochter als kostenlose Babysitterin für sich, zum anderen scheint es Sabrina zu stören, dass Albert für die Tochter als Lehrling verringerte Unterhaltsbelastungen zu zahlen hätte, auf das Konto der Mutter.

Doch dieser Vater könnte durchaus fordern, dass eine Lehrlingsentschädigung seiner Tochter unterhaltsmindernd anzurechnen ist. Wir werden sehen, ob die Gerichte der Vernunft folgen werden, oder ob sie eine Mutter, die ihr Kind nicht zu einer Berufsausbildung motiviert, sogar noch belohnen werden.


Männerservice-Report #150, veröffentlicht am 7. Mai 2019

Betroffene
Vater: Albert Ziegelbacher*
Kinder: Tochter, 16 , und Sohn, 12

In der Verantwortung
Sabrina, Mutter der Kinder

Ort und Zeitraum:
Niederösterreich, Januar 2019

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